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Gliederung:

- Die Anfänge des Chores - Chorleiter Egon Häfner.

- Chorleiter Reinhold Kientsch

- Neustart mit Gerhard Rittinger 

- Seit 1995 mit Dirigent Emil Faigle

Unser Gründungsmitglied und Chorleiter von 1953 bis 1954, Werner Weigel, erinnert sich:
"Der erste Gedanke, einen Posaunenchor zu gründen, liegt nun 50 Jahre zurück. In den Wintermonaten der Jahre 1951 bis 1953 absolvierte ich die so genannte Winterschule. Im Dezember 1952 wurden auf einer Weihnachtsfeier unter anderem Darbietungen von Kollegen aus Enzweihingen mit ihren Blasinstrumenten vorgetragen. Dieses Spielen hat mich nicht mehr losgelassen. Eine Trompete war von meinem Vater noch im Haus. Die Suche ging los.
Der Illinger Posaunenchor nahm mich auf. Auch Karl Anderson ließ sich für die Sache begeistern. Von meinem Vater konnte ich in Erfahrung bringen, wer einst beim Musikverein Schützingen war. Die Spur führte zu Richard Striegel, von ihm bekamen wir ein Tenorhorn für Karl Anderson. Jeden Sonntagmittag ging es dann mit dem Fahrrad nach Illingen zu unserem Lehrmeister Richard Oehrle. Der Übungsraum war die Küche. Es war gut für Frau Oehrle, dass sie schwerhörig war.
Durch fleißiges Üben zu Hause, kamen wir schnell voran. Die Illinger nahmen uns in der Probe, die im Ochsengarten war, sehr "dazwischen". In Schützingen waren wir am Werben, damit bald ein Chor entsteht. So kamen wir zu Robert Oehrle, der sofort sein Ja-Wort gab. Das Blasen war für ihn nicht schwer, denn in der großen Oehrlesfamilie kam jeder mit einem Blasinstrument in der Hand zur Welt. So kam es, dass wir zu Pfingsten 1953 unsere Premiere hatten - ohne Dirigent - mit drei Instrumenten: Werner Weigel (Trompete), Robert Oehrle (Fügelhorn), Karl Anderson (Tenorhorn). Das gute Gelingen gab uns Mut zum Weitermachen.
Als nächstes stieß Gerhard Oehrle zu uns. Für ihn wurde in Gündelbach ein Tenorhorn ausgeliehen. Sein Bruder Robert kam von allein zu uns. Er kaufte sich selbst ein Flügelhorn.
Nun war die große Frage: wer wird den Chor leiten? Wir konnten unseren damaligen Lehrer und Organisten Herrn Egon Häfner gewinnen, der dann von 1954 bis zu seiner Versetzung 1959 unseren Chor leitete. Unter seiner Leitung konnten wir uns "sehen lassen".

 Auch Kirchenkonzerte wurden durchgeführt, die er selber zusammenstellte und mit der Orgel bereicherte. In Schützingen, Diefenbach und Nußdorf traten wir auf. Am 30.6. 1957 wurde in Schützingen der Bezirksposaunentag abgehalten.

Mit dem Weggang von Egon Häfner begann für den Posaunenchor eine lange Pause.
Als dann Pfarrer Otto Krieger nach Schützingen kam und von der Existenz eines Posaunenchors erfuhr, dem nur noch ein Chorleiter fehlte, ging er der Sache nach.
Reinhold Kientsch, der damals schon als Organist tätig war und den Chor der Liebenzeller Gemeinschaft leitete, erklärte sich auf Anfrage von Pfarrer Krieger sofort bereit, die Aufgabe als Chorleiter beim Posaunenchor zu übernehmen. Er begann 1972. 

Unter seiner Leitung wurden viele Dienste übernommen:
Turmblasen in der Neujahrsnacht oder vom Weinberg aus, Konfirmation, Ostern (auch morgens auf dem Friedhof), Pfingsten, Krankenhausdienst in Mühlacker, Volkstrauertag am Ehrenmal, Erntebittgottesdienst auf dem Bauernhof, Altennachmittag in der Festhalle, Blasen im Advent und an Weihnachten.Anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums wurden wir von unseren Nachbarn aus Gündelbach zur Mithilfe eingeladen.
Reinhold Kientsch war 20 Jahre unser Dirigent, wofür wir ihm heute noch dankbar sind."

 

Ullrich Bäßler berichtet über die Zeit von 1993 bis 1995:
"Nach einer Pause von fast einem Jahr beschloss unser damaliger Pfarrer Martin Luik, dass unsere Kirchengemeinde wieder einen Posaunenchor braucht. Auf der Suche nach einem Chorleiter konnte er Gerhard Rittinger aus Illingen dafür gewinnen.
Gemeinsam suchte man nach altgedienten und neuen Bläsern, um dieses Projekt zu realisieren. Bei einem ersten Vortreffen im damaligen Pfarrsaal sah es allerdings düster aus.

  Erschienen waren lediglich Dorothee Kientsch, Andreas Weigel und Ullrich Bäßler. Gerhard Rittinger begriff, dass das so nichts werden konnte. Er überredete Tobias und Joachim Bäßler, die im Musikverein aktiv waren, beim Posaunenchor vorübergehend auszuhelfen. Auch Gerhard Oehrle und Werner Weigel konnte er schließlich für einen Neuanfang erwärmen.
Mit den beiden Söhnen von Gerhard Rittinger und Martin Luik als neuem Bläser starteten wir den Posaunenchor im Pfarrsaal in folgender Aufstellung:
Sopran: Andreas Weigel, Tobias Bäßler
Alt: Dorothee Kientsch, Jörg Rittinger
Tenor: Werner Weigel, Ullrich Bäßler, Joachim Bäßler
Bass: Gerhard Oehrle, Martin Luik, Jan Rittinger

Nach einigen Proben, bei denen wir bekanntes Liedgut wieder auffrischten und neues erlernten, konnten wir die ersten Gottesdienste in der Kirche und im Freien begleiten.
Neu für uns Altgediente war, dass wir plötzlich auch "andere Klänge" spielen sollten, denn unser neuer Chorleiter übte mit uns die ersten Spirituals ein. Highlights direkt nach unserer Neugründung waren ein Projekt mit dem Enzberger Posaunenchor, mit dem wir nach gemeinsamen Proben zusammen je einen Gottesdienst in beiden Gemeinden begleiteten sowie die Verabschiedung unseres langjährigen Dirigenten Reinhold Kientsch.
Da Gerhard Rittinger den Chor nur so lange leiten wollte, bis er wieder auf eigenen Füßen steht, bemühte er sich frühzeitig für einen Nachfolger. So kam es, dass er am Anfang jeder Probe  mit allen zusammen das "Dirigieren" übte. Um den Chor weiter aufzubauen und auf längere Zeit zu sichern, beschloss man außerdem die Ausbildung von Jungbläsern. Auf unsere Ausschreibung meldeten sich fünf Jungs: Nathanael Hayer, Matthias Reschke, Christian Schneider, Uli Grönbeck und Conrad Luik, von denen später Nathanael, Matthias und Conrad in den Chor nachrückten. Das erste halbe Jahr wurde die Jungbläsergruppe von Gerhard Rittinger geleitet, bevor sie dann von Tobias Bäßler übernommen wurde.
Am Anfang unserer Neugründung beschränkten wir uns hauptsächlich auf die Mitgestaltung von Gottesdiensten. Nachdem wir uns jedoch personell stabilisiert hatten, verspürten wir Lust, auch mal etwas anderes, zum Beispiel ein Konzert zu gestalten. Doch allein, das war allen klar, war dies nicht zu bewältigen. Gerhard Rittingers Kontakte zum Nußdorfer Posaunenchor, den er mitbegründet hatte, waren es schließlich, die uns 1994 die "Musikalische Collage im Advent" ermöglichten. Geplant war, dass beide Chöre die Literatur getrennt einüben und nach einigen Gesamtproben das Gemeinschaftskonzert in beiden Gemeinden aufführen. Leider verschlechterte sich Gerhards Gesundheit in dieser Zeit, so dass er nicht mehr in der Lage war, unsere Proben zu leiten. Als Vertretung übernahm der Nußdorfer Dirigent Bernhard Klein die Leitung der Proben in Schützingen, und wir fuhren des öfteren nach Nussdorf zu Gesamtproben. Belohnt wurden wir für die mühsame Arbeit mit zwei tollen Konzerten, die großen Anklang und viel Beifall bei unserem Publikum gefunden hatten. Für uns war es ein schönes Erlebnis, an das wir gerne zurückdenken.
Ein Wermutstropfen war allerdings, dass Gerhard Rittinger das Dirigentenamt gesundheitlich bis auf weiters nicht mehr ausüben konnte. Mit zeitweiliger Hilfe aus Nussdorf konnten wir eine kurze Zeit überbrücken. Auch Ullrich Bäßler, der von Gerhard aus den anfangs erwähnten Dirigierübungen mehr oder weniger (un)freiwillig zum Zweit-Dirigenten auserkoren wurde, musste nun ran. Ohne festen Dirigenten fühlten wir uns jedoch wie ein Schiff ohne Kapitän. 
So machte sich Martin Luik erneut auf die Suche und wurde über Thomas Knodel in Horrheim fündig. Emil Faigle, der schon den Horrheimer und den Sersheimer Posaunenchor geleitet hatte, war zu dieser Zeit "Chor-los" und war bereit, sich unsere führerlose Truppe mal anzuhören. Nach einigen Proben, in denen sich beide beschnupperten, sagte Emil zu unserer Freude zu.
Damalige Chorstärke:
Sopran: Matthias Reschke, Jörg Rittinger, Andreas Weigel
Alt: Conrad Luik, Sabine Storch (zeitweise)
Tenor: Joachim Bäßler, Ullrich Bäßler, Jan Rittinger, Werner Weigel
Bass: Tobias Bäßler, Nathanael Hayer, Martin Luik, Gerhard Oehrle"

Mit Emil Faigle als Dirigent kam ein frischer Wind in unser Repertoire. Er war zu dieser Zeit Leiter der Big Band des Ellental - Gymnasiums in Bietigheim und spielte als Posaunist bei der Freiberg Big Band. Seine Vorliebe zum Swing brachte uns einen neuen "Sound" in unsere Kirche.

. Zunächst erlernten wir die neue Stilrichtung durch Übungen zu Swingachteln und Synkopen, dann erste leichte Lieder und seit dieser Zeit "swingt" es in der Regel bei jedem Gottesdienst in zumindest einem Lied oder Nachspiel. Zur Verstärkung unserer ersten Stimme engagierte Emil für einige Zeit seinen Sohn Daniel und bei Bedarf zur Begleitung am Schlagzeug Sohn Benjamin.

Besetzung:

Für eine weitere Verstärkung der ersten Stimme konnte Joachim Bäßler Andreas Engelhard mit Musikvereinserfahrung dazugewinnen. 1996 wurde der Klangkörper des Ensembles erheblich verändert: Joachim Bäßler hat vom Musikverein Illingen einen Tiefbass ausgeliehen, der dem Chor eine besondere Klangfarbe verlieh. Da die zweite Stimme dünn besetzt war, wechselte Ullrich Bäßler vom Tenor in den Alt. Somit wurde Joachim Bäßler nach kurzer Zeit von der Tuba wieder in den Tenor zurückbeordert. Er schaffte es aber, seinen Vater, Eberhard Bäßler, der schon zu Häfners Zeiten im Posaunenchor spielte, für dieses Instrument zu begeistern. So kehrte Eberhard Bäßler mit 55 Jahren nach langjähriger Pause ins Ensemble zurück. Nach einiger Zeit, in der wir kräftig Spenden sammelten und sparten, konnten wir 1997 schließlich eine eigene Tuba anschaffen. Auch Sabine Storch aus Enzberg, die seither nur aushilfsweise im Chor mitspielte, stieg als feste Bläserin in den Chor ein. Der Chor wurde weiter verstärkt durch Integration der Jungbläser Nathanael Hayer, Matthias Reschke, Conrad Luik und später Oliver Kientsch, Tanja Fiedler und Christina Weber. Neuster Bläserzugang seit 2002 ist Ruth Kohler aus Illingen. Zur Zeit sind wir wieder dabei, unsere aktuellen Jungbläser in den Chor zu integrieren. An Verlusten mussten wir (1998) den Weggang von Pfarrer Martin Luik samt Sohn Conrad und das Ausscheiden aller Jungbläser-Jungs verkraften. Ein weiterer Verlust, der uns schwer getroffen hatte, war der Tod unseres ehemaligen Dirigenten Gerhard Rittinger.

(wird fortgesetzt)

 

Werner Weigel, das letzte noch aktive Gründungsmitglied, musste im Jahr 2004 aus gesundheitlichen Gründen leider mit dem Blasen aufhören. Wer Werner Weigel kennt, weiß, wie schwer ihm dieser Schritt gefallen ist. 

Im Januar 2008 ist Werner Weigel völlig überraschend verstorben

Werner hat den Posaunenchor bis zu seinem Tod  mit Rat und Tat unterstützt und war mit seiner Frau Lore bei geselligen Anlässen des Chores dabei, wie z.B. bei der Jahresabschlussfeier.
Es freut uns, dass Lore Weigel dem Posaunenchor weiterhin verbunden ist. 
Musikalische Höhepunkte der letzten Jahre:
Dezember 1994: "Musikalische Collage"zusammen mit dem Bläserkreis Nußdorf 
Juli 1996: "In 80 Minuten um die Erde"
Serenade mit Musik aus aller Welt zusammen mit dem "Chörle" (Schützingen) im Garten beim Gemeindehaus  .
Juli 1997: Unterhaltungsmusik beim Dorffest Schützingen.
1.Advent 1998: "Mit Spirituals durchs Kirchenjahr"
Abendmusik zusammen mit dem Jugendchor der evangelischen Stadtkirche Vaihingen/Enz
Karfreitag 1999: Musikalische Gestaltung der Evangelischen Messe
3. Advent 1999: Adventskonzert zusammen mit dem "Chörle" (Schützingen) und dem Gesangverein "Frohsinn" Schützingen. 
Juni 2000: "Eine Seefahrt, die ist lustig ..."
Serenade mit Musik von der Seefahrt zusammen mit dem "Chörle" (Schützingen) im Garten beim Gemeindehaus 
1.Advent 2000: Musikalischer Adventsgottesdienst mit Musik von Johann Sebastian Bach
2.Advent 2001: Adventskonzert zusammen mit dem "Chörle" (Schützingen) und dem Singkreis der katholischen Kirche Illingen. 
Karfreitag 2002: Musikalische Gestaltung der Evangelischen Messe.
02.02.2003: Festgottesdienst mit Ehrungen für langjährige Mitglieder 

13.04.2003: Abendmusik zum 50-jährigen Jubiläum 
gemeinsam mit dem Posaunenchor Ötisheim:

Gern gespielt - gern gehört. 
Beliebte Bläserstücke aus fünf Jahrzehnten

06.07.2003: Serenade mit dem Ensemble "BlechQuadrat" aus Nürnberg im Garten beim Gemeindehaus
23.11.2003: Gesang der Engel - eine Engelsmusik mit Blechbläsern.
(Zusammen mit dem Bläserkreis Nußdorf)
07.12.2003: FestlicheAdventsmusik mit dem "Nordbadischen Blechbläserensemble" unter der Leitung von Landesposaunenwart Armin Schaefer
29.02.2004: Festgottesdienst aus Anlass der Herausgabe der Festschrift mit Pfarrer Krieger
17.10.2004: "Ihr sollt ein Segen sein" - Kirchenlieder in neuem Gewand. Konzert zusammen mit dem "Chörle" (Schützingen)
19.12.2004: Musikalischer Adventsgottesdienst
25.12.2004: 1.Weihnachtsliederblasen an verschiedenen Plätzen in Schützingen
20.11.2005: Musikalischer Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag
10.12.2006: Musikalischer Adventsgottesdienst
02.07.2007: Serenade: Welcome to America
23.11.2008: Musikalischer Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag
22.11.2009: Musikalischer Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag
21.03.2010: Abendmusik: "Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebühret"
                  Werke von J. Haydn und F. Mendelssohn-Bartholdy
                   (zusammen mit PC Lienzingen)
19.12.2010: Musikalischer Adventsgottesdienst 
                  (mit "Halleluja" von G.F.Händel)
10.07.2011:  Serenade: Evergreens aus zehn Jahrzehnten
                   mit "Rag Tag", Schützblech und PC Schützingen    
27.11.2011:  Musikalischer Adventsgottesdienst 
09.12.2012: Musikalischer Adventsgottesdienst 
28.04.2013: Abendmusik zum 60 -jährigen Chorjubiläum:

     Gospel, Swing & Rock

Mitwirkende:
Posaunenchor Schützingen
  Gospelchor Mühlacker und 
Prof. Richard Roblee

Benefizkonzert für das Projekt 
Herberge Lebensweg

07.07.2013: Serenade mit dem Ensemble "BlechQuadrat" aus Nürnberg im Garten beim Gemeindehaus
06.10.2013: Auftritte mit Richard Roblee in Iphofen aus Anlass des PC-Ausflugs